route 2011 - 2014

Auf in den Sonnenaufgang

Eines morgens wachte ich auf und fragte mich, was ich die naechste Zeit in meinem Leben so alles anstellen koennte. Ich musste blinzeln, da mir die Sonne ins Gesicht schien. Ah! Wie waere es mit einer Reise in Richtung aufgehender Sonne? Waere das nicht romantisch? Also nach Osten. Kurz auf einer Weltkarte nachgeschaut, welche Laender liegen ueberhaupt dort? Das sind ja einige neue Staaten aus den 90er Jahren, als die Sowjetunion zusammenbrach. Alle diese "-stan" Laender. Und dahinter China, die Mongolei, Japan, das Meer...

Natuerlich war das am Anfang nur ein schoener Tagtraum. Doch dieser Gedanke setzte sich hartnaeckig in meinem Motoren-Gehirn fest. Da ich noch sehr jung bin, entschloss ich mich, mir einen persoenlichen "Guide" zu leisten. Ich bin ja wohlhabend genug. Lange musste ich suchen und habe verschiedene Guides angeschaut und Erkundungen ueber sie eingezogen. Man kann ja heute niemandem mehr trauen, doch ich habe meine Informationsquellen...

Mein Guide ist nicht mehr der Juengste, hat schon einige Erfahrungen mit verschiedenen Reisearten gesammelt und ist ein bisschen vorsichtiger geworden. Er hat mit Touristen aus unterschiedlichsten Laendern gearbeitet. Mal schauen wie er sich bewaehrt. Ich gebe ihm meine Wuensche bekannt und wir planen die Reise zusammen. Das Administrative lasse ich ihn erledigen. Und es klappt wirklich alles gut. Hoffentlich bewaehrt er sich auch auf der Reise in den Sonnenaufgang!

Uebrigens haette ich es beinahe vergessen mich vorzustellen: Ich heisse Suzuki Shogun und meine Familie kommt aus Asien, genauer gesagt Japan. Aber Ihr koennt mich "Lyly" nennen, dies ist mein Kosename und gefaellt mir sehr gut. Oder?

 

Reise 2011

Das war im Jahr 2011.

Die Reise ging bis Kyrgyzstan und wir haben zusammen tolle Abenteuer erlebt. Meinen Winterschlaf habe ich hinter einem Guesthouse in Bishkek verbracht.

 

Reise 2012

Im Frühling 2012 gings dann weiter Richtung Osten: unter anderem durch die Weiten der Mongolei, Sibirien und den Fernen Osten nach Wladiwostok. Yeah!

Aber wohin dann?

Nachdem wir einige sympathische Koreaner auf unserer Reise getroffen haben geht's noch für einige Wochen in den goldenen und trockenen Herbst im wunderschönen Südkorea. Unbedingt hier mal geile  Ferien verbringen!

 

 

 

Reise 2013

Nach herrlichem Herbstwetter und kurzem, schneefreiem Winter hat mich mein Guide schon Mitte März im Tauchshop auf Jeju Island abgeholt. Teilweise knappe 20 Grad versprechen einen tollen Start in den Frühling.

Und los geht's durch den südlichen Teil von Korea, der Küste entlang. Nach 1200 km erreichen wir den Hafen für die Überfahrt nach Japan: Busan im Südosten.

Zwei Monate erwarten uns im Land der Aufgehenden Sonne!

Und schon bald sind wir uns einig: 2 Monate reichen nicht. Zu toll sind die kleinen kurfigen Strassen, zu lecker das Essen und zu freundlich die Menschen.

Ich bleibe im heissen und feuchten Sommer in den kühlen Bergen in der Nähe von Nagano. Mein Guide geht für drei Monate in die Schweiz arbeiten.

Im September ist er wieder in Japan. In Niigata nehmen wir die Fähre nach Otaru auf Hokkaido, der grossen nördlichen Insel. Wir verbringen einen herbstlichen Monat mit Wanderungen auf aktive Vulkane. Phantastische Ausblicke (siehe Photos).

Und dann geht's gemütlich Richtung Süden nach Tokyo.

 

 

Anfangs November landen wir in Seattle, der Stadt von Microsoft, Starbucks und Nirvana.

Nach einigen Musikkonzerten fahren wir Richtung Süden. Nach einem kurzen Abstecher weg von der Küste kehren wir wieder schnell an die milde Küste zurück: Eisige Temperaturen zwingen uns dazu. Und das lohnt sich: Trockenes, mildes und sonniges Wetter lassen uns wie in einem phantastischen Traum am Meer entlang gleiten. Obergeil!

Und auch San Francisco rockt. Die Bangles machten gar ein Benefiz-Comeback!


Reise 2014

Im Fruehling 2014 kommt mein Guide zurueck in die USA. Im Gepaeck ein 6 Monate-Visum. Wow!

Nach einigen Konzerten geht's endlich los, auf dem Highway No. 1 der Kueste Californiens entlang. Danach fahren wir durchs Death Valley, Vegas, phantastische Parks in Utah, Pueblo-Hauptstadt Santa Fe in New Mexico, trockenes Texas, jazziges New Orleans, weisse Straende in Mississippi und Florida, huegeliges und bewaldetes Alabama, Musikwelthauptstadt Nashville und auf 1000 km durch die Apalachen nach Baltimore.


Ich fahre per Schiff nach Lissabon und mein Guide nimmt das Flugzeug (das Weichei wird seekrank!).

Und Portugal ist toll! Einfacher und leckerer Food fuer meinen Guide und holprige Strassen und Wanderwege fuer mich. Yeah!

Nach sechs Wochen erreichen wir Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens. Taeglich erreichen 1200 andere Pilger diesen Walfahrtsort. Leider setzt Regen ein und auf nassen Strassen geht's durch das noerdliche Spanien ueber Andorra an die Costa Brava. Diese Kuestenstrasse ist wieder absolute Weltklasse. Den Sueden Frankreichs durchstreiffen wir gemaechlich und erholen uns bei Antibes fuer eine Woche. Eigentlich wollten wir einige Wochen bleiben, doch Sturmwarnungen vertrieben uns und beim ersten Schneefall Anfangs November erreichten wir Buelach. Die letzten 41 km wurde ich im Van gefahren: Motordefekt, mein Guide wollte mich unterwegs nicht mehr reparieren lassen! Schade, aber ich bin zu Hause!